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Interpellation "Energiekonzept der Stadt Langenthal"
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13.November 2006
Den Medien konnte entnommen werden, dass der Schweiz ab 2020 eine gewaltige Stromlücke vorsteht.
Auch das Bundesamt für Energie prognostiziert Düsteres: Der Engpass zeichnet sich ab, denn um 2020 werden:
- Die ersten Atomkraftwerke aus Altersgründen vom Netz gehen.
- Langfristige Strombezugsverträge mit Frankreich auslaufen.
Andererseits wird der Stromverbrauch deutlich steigen (pro Jahr von 1.5 bis 2 Prozent).
Deshalb sollten wir Forschung, Entwicklung und Innovation unterstützen, um die Entwicklung neuer langfristiger Optionen wie zum Beispiel die Nutzung von erneuerbare Energien sowie neue Energieeffizienztechniken zu stärken. Das zukünftige Energiesystem verlangt eine stärkere Beteiligung der Regionen und neue Elektrizitätswerke, insbesondere unter Nutzung erneuerbarer Energieträger, stärker entgegenkommen. Wir brauchen im flexiblen Mix auch andere Erzeugungsformen, um die Stromversorgung zu sichern.
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Interpellation "Klimaänderung und Zeckengefahr"
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22. Januar 2007
Die projizierte Klimaänderung wird sowohl auf Umwelt- als auch auf sozioökonomische, ökologische Systeme positive und negative Auswirkungen haben; je grösser die Veränderungen und Veränderungsraten sind, desto mehr überwiegen jedoch die negativen Auswirkungen.
Die ökologische Produktivität und Biodiversität werden durch die Klimaänderung und den Meeresspiegelanstieg verändert. Dadurch erhöht sich das Risiko der gefährdenden Arten der Zecken und bildet neue Ausbreitungsgebiete.
Die Öffentlichkeit ist zunehmend beunruhigt über Krankheiten, welche von Zecken auf den Menschen übertragen werden können und deren Behandlung noch ungenügend bekannt ist.
Im Oberaargau trägt jede dritte Zecke das Bakterium in sich. Und nicht jeder Stich einer infizierten Zecke führt zu einer Erkrankung.
Schätzungsweise 3000 bis 5000 Personen erkranken jährlich in der Schweiz an Borreliose und weiteren von Zecken übertragenen Krankheiten. Impfung gibt es keine gegen Borreliose. So weit sie entdeckt wird, kann man diese Krankheit (Borreliose) mit Antibiotika behandeln. Zu etwa 70 Prozent verläuft die Infektion ohne Symtome und harmlos.
Auch die Zahl der FSME-Erkrankungen ist in den letzten Jahren schweizweit massiv gestiegen. Die Experten empfehlen nur für diejenige eine Impfung, die besonders in ein Endemiegebiet wohnt. Grundsätzlich oberaargausches Gebiet steht nicht in Hochrisikogebieten der FSME-Erkrankungen.
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Interpellation "Regionalbibliothek Langenthal"
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15. Mai 2006
Ich habe einen Vorstoss eingereicht, der den Gemeinderat beauftragt meiner Fragen zu Beantworten.
Die öffentliche Regionalbibliothek ist eine wichtige Institution der Stadt Langenthal bzw. Oberaargau. Die Zusammenarbeit mit der Bibliothek als eine Institution der Stadt Langenthal kennt verschiedene Formen der Kommunikation mit der Bevölkerung und deren Allgemeinbildung. Die Beziehung mit der Regionalbibliothek sollten in den kommenden Jahren fortgesetzt, aber besonders weiter intensiviert werden. Auch der Informationsbedarf der ausländischen Bevölkerung sollte gestärkt und gefördert werden. Eine bessere Position der Stadt in der Ausländerpolitik setzt eine engere und eine intensivere Zusammenarbeit mit dieser öffentlichen Institution voraus.
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Motion "lebendige, naturnahe Langenthal-Langete"
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17. Dezember 2007
Der überwiegende Teil der Fliessgewässer der Schweiz ist verbaut, begradigt, eingedolt und intensiv genutzt.
Vor allem im Langetental hat massive Verlust an natürlichen Gewässerlebensräumen eingetreten. Sie haben ihre ökologische Vielfalt und landschaftliche Eigenart weitgehend verloren und sind oft zu reinen Abflussgerinnen verarmt. Dank der Stiftung Wässermatten (1992) können einerseits die traditionellen Bewässerungslandschaften und andererseits ein kulturelles Erbe der Mönche von St.Urban vor dem Verschwinden erhalten werden. Die Wässermatten sind ein kulturhistorisches Denkmal und wegen ihrer Schönheit, Seltenheit und Eigenart eine schützenswerte Landschaft und im Jahr 1983 wurde sie vom Bundesrat ins "Inventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung" aufgenommen.
Der Fonds Landschaft Schweiz FLS hilft mit, die historisch gewachsenen Kulturlandschaften mit ihren traditionellen Bewirtschaftungsformen, Kulturgütern und Naturlandschaften zu erhalten und gegebenenfalls wiederherzustellen. Er unterstützt Massnahmen zur Erhaltung, Pflege und Wiederherstellung naturnaher Kulturlandschaften und fördert eine angepasste, nachhaltige und schonende Nutzung der Landschaft („Gewässerschutzgesetz GSchG, Art. 1 (a-h): Dieses Gesetz bezweckt, die Gewässer vor nachteiligen Einwirkungen zu schützen“).
Durch Ausbreitung der Kulturlandschaft sind naturnahe Regionen stark zusammengeschrumpft und voneinander isoliert worden. Es hat eine regelrechte Verinselung der Landschaft stattgefunden. Weil der genetische Austausch zwischen den Gebieten nicht mehr gewährleistet ist, besteht die Gefahr, dass einzelne Organismen auf diesen Standorten aussterben. Eine Seuche kann zum Tod einer ganzen Population führen. Um den genetischen Austausch wieder zu ermöglichen, müssen die naturnahen Inseln miteinander vernetzt werden, d.h. es muss den Organismen möglich sein, zwischen den Gebieten hin- und herzuwechseln.
Mit den kommunalen Naturleitplänen verfügen die Gemeinden bereits über ein wichtiges Instrument zur Lebensraumvernetzung. Gemäss kantonalem Gesetz über den Natur- und Landschaftsschutz sind die Leitpläne weder grundeigentümer- noch behördenverbindlich. Aber die Thematik des Leitplans, die Schaffung ökologischer Ausgleichsflächen, ein gesetzlicher Auftrag ist, bedeutet dies, dass den im Leitplan enthaltenen Absichterklärungen Taten in Form von konkreten Umsetzungen folgen müssen.
Der ökologische Zustand der Fliessgewässer wird von vielfältigen menschlichen Nutzungen beeinflusst.
Während die stoffliche Belastung durch Abwasser und diffuse Einträge in den letzten Jahrzehnten durch grosse Anstrengungen im Gewässerschutz deutlich reduziert werden konnte, ist die Struktur vieler Schweizer Fliessgewässer nach wie vor stark beeinträchtigt.
Ein gut strukturierter Uferbereich vermindert Einträge von Feinsedimenten und insbesondere auch von Stoffen aus der Landwirtschaft (z.B. Pestizide und Gülle). Diese morphologischen Beeinträchtigungen reduzieren den Lebensraum für Pflanzen und Tiere und vermindern die ökologische Funktionsfähigkeit der Gewässer.
In der Schweiz und auch in unserer Gegend haben sich die invasiven Neophyten (gebietsfremden Pflanzen) in den letzten Jahren als direkter - konkreter Gefährdung für die biologische Vielfalt aber auch für die Tiere (auf einer einheimischen Pflanzenart finden 10 einheimische Tierarten Lebensraum – auf einer eingewanderten im Normalfall keine einzige) bestätigt.
Für eine nachhaltige Entwicklung der Gewässer sind ehemals vorhandene Funktionen und vielfältige Lebensräume wiederherzustellen.
Einzugsgebiet Langeten liegt, in intensiv genutzten Gegenden, in denen Landwirtschaft, Hochwasserschutz und Siedlungen die Gewässer beeinträchtigen.
Ein naturnahes Fliessgewässer, dem genügend Raum zur Verfügung steht, kann einerseits alle Funktionen erfüllen, andererseits verursacht es bei Hochwasser auch weniger Schäden in seinem Umfeld (z.B. Grundwasserverschmutzung im Versickerungsgebiet Unterhard).
Ingenieurbiologische Uferverbauungen, die für Tiere und Pflanzen im und am Wasser erhebliche Vorteile bringen, oder ein grosszügiges Freilegen eingedolter Bäche sind Schritte in diese Richtung.
Der kantonale Renaturierungsfonds ermöglicht es jedes Jahr zahlreiche Flüsse und Bäche aufzuwerten.
Ebenfalls ist die Langete das wichtigste Erholungsraumelement – der wichtigste Kernlebensraum für den Menschen. Flächen, die sich selbst überlassen bleiben und von den Kindern und jugendlichen genutzt werden können, werden immer knapper.
Der Revitalisierung der Langete kommt eine hohe Bedeutung zu. Natürliche, naturnahe Gewässer müssen erhalten bleiben und dürfen keinesfalls beeinträchtigt werden. Stark beeinträchtige und künstliche, naturfremde Gewässer sollen bei jeder sich bietenden Gelegenheit aufgewertet – Eingedolte Bäche sollen offengelegt sowie auch aufgewertet werden.
Der Gemeinderat wird eingeladen, dringend eine nötige Revitalisierungsetappe der Langete in der Stadt Langenthal zu realisieren. Dazu ist insbesondere darzulegen:
- Massnahmen zur Erreichung des Soll-Zustandes.
Ausgehend vom Ist-Zustand werden darin Massnahmen formuliert wie die Landschaft mit verschiedener naturnahen Lebensräumen wieder aufgewertet – die naturnahen Inseln müssen miteinander vernetzt, gegebenenfalls durch raumplanerische Massnahmen gesichert und müssen naturnahe Flächen gepflegt werden.
- Massnahmen zur Eindämmung von Invasiven Neophyten:
- Sofortige Bekämpfung von invasiven Neophyten in jenen Fällen, wo dies aufgrund der Einschätzung seitens der Fachleute bereits heute evident und dringend ist (Gefährdung der Gesundheit, von Naturschutzgebieten usw.).
- Dringliche Massnahmen zum Schutz gefährdeter naturnaher Vegetationstypen und Tier- und Pflanzenarten.
- Bereitstellung von Geldmitteln für die Ausarbeitung und Anwendung geeigneter Bekämpfungsmassnahmen.
- Ermittlung derzeitigen Kosten, die von Neophyten verursacht werden.
- Schaffung eines Sicherheitskonzepts mit erforderlichen Massnahmen, welche eine Grundwasserverschmutzung verhindern können: Schutzmassnahmen zur Gefährdung des Trinkwasser (Versickerungsgebiet Unterhardwald: Nur bei (heute sehr seltenen) Hochwasserereignissen, bei denen Wasser aus dem Langetebach über den Entlastungskanal im Gebiet Unterhard versickert, können vorübergehend Keime in das Grundwasser gelangen. In den Gräben versickert jenes Wasser, das den Notablass in Langenthal abgeleitet wird).
- Für eine nachhaltige Entwicklung der Gewässer ist vielfältige Lebensräume wiederherzustellen: Erhöhung der strukturellen Vielfalt bei Fliessgewässer (Die Entwicklungsschwerpunkte im Gegend „Wuhr und Löwen“).
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Motion "Schiessanlage Hinterberg und Spielplatz"
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24. Juni 2005
Motion „Schiessanlage Hinterberg: Aufgrund der Gefährdungsabschätzung besteht eine hohe Dringlichkeit für eine Sanierung.“
Der Gemeinderat wird beauftragt, wegen der konkreten Gefahr für Nutzung des Bodens Musterplatz“ ehemalige Schiessanlage zu sanieren (Einzäunung des Kugelfangs sowie des nordwestlichen Teils NW der Aufschüttung Süd)“.
Eine Dekontamination des Standortes in diesem Fall:
• Nutzungseinschränkung im nicht dekontaminierten Bereich (200-1000ppm Pb).
• Und Nutzungsverbot im nicht dekontaminierten Bereich (über 1000ppm Pb).
unumgänglich ist.
Aufgrund der Resultate der Detailuntersuchung (Geotech. Inst. Bern, 31.03 2004) ist der Standort gemäss AltIV Art. 12 sanierungsbedürftig.
Gemäss AltIV Art. 15, Abs. 4 besonders dringlich sind Sanierungen, wenn eine bestehende Nutzung beeinträchtigt oder unmittelbar gefährdet ist (z.B. bei hohen Schwermetallbelastungen des Bodens auf einem Kinderspielplatz).
Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass im gesamten Bereich besonders im ehemaligen Kugelfang starke Belastungen mit Bleigehalten grösser als 1000 mg/kg vorfinden. Die hohen Belastungen betreffen nicht nur den ursprünglichen Kugelfang, sondern auch die angeschütteten Bereiche auf den nordwestlichen Teil.
Der Vorstoss wurde ohne Opposition überwiesen.
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Motion: "Revitalisierung der Langeten"
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17. März 2008
Der Gemeinderat wird aufgefordert, eine nötige Revitalisierungsetappe der Fliessgewässer „auf dem Gebiet der Stadt Langenthal“ zu realisieren, welche die Handlungsmöglichkeiten zur ökologischen Aufwertung aufzeigt.
Insbesondere ist zu prüfen:
- Ist- und Sollzustand des Gewässer
- Massnahmen zur Erreichung des Soll-Zustandes mit Rücksicht von städtebaulichen Zielen
- Finanzierungsmöglichkeiten
Die Begründung:
Der überwiegende Teil der Fliessgewässer der Schweiz ist verbaut, begradigt, eingedolt und intensiv genutzt.
Vor allem in Langetental ist ein massiver Verlust an natürlichen Gewässerlebensräumen eingetreten. Die Gewässer haben ihre ökologische Vielfalt und landschaftliche Eigenart weitgehend verloren und sind oft zu reinen Abflussgerinnen verarmt.
Das Einzugsgebiet der Langete ist einer intensiven Nutzung durch die Landwirtschaft, den Hochwasserschutz und die Besiedlung ausgesetzt, welche das Gewässer negativ beeinträchtigen.
Ein naturnahes Fliessgewässer, dem genügend Raum zur Verfügung steht, kann einerseits alle Funktionen erfüllen, andererseits verursacht es bei Hochwasser weniger Schäden in seinem Umfeld.
Ingenieurbiologische Uferverbauungen, die für Tiere und Pflanzen im und am Wasser erhebliche Vorteile bringen.
Die Langeten ist zudem das wichtigste Erholungsraumelement für den Menschen – der wichtigste Kernlebensraum für eine reichhaltige Pflanzen- und Tierwelt. Das Gewässer verbindet und vernetzt Lebensräume.
Der Revitalisierung der Langete kommt eine hohe Bedeutung zu. Natürliche, naturnahe Gewässer müssen erhalten bleiben und dürfen keinesfalls beeinträchtigt werden. Stark beeinträchtige und künstliche, naturfremde Gewässer sollen bei jeder sich bietenden Gelegenheit aufgewertet werden (der kantonale Renaturierungsfonds ermöglicht es jedes Jahr zahlreiche Flüsse und Bäche aufzuwerten).
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Postulat "Geothermische Energie"
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15.Mai 2006
Der Gemeinderat wird beauftragt, die Möglichkeit der geothermischen Energiegewinnung der Stadt Langenthal zu prüfen.
Geothermische Energie ist die im Innern der Erde vorhandene Wärmeenergie, welche hauptsächlich aus dem Zerfall natürlich vorkommender radioaktiver Elemente stammt. In 5000 Metern Tiefe herrscht in der Schweiz eine Temperatur von rund 200 o C. Mit Hilfe eines künstlich erzeugten Wasserkreislaufs wird diese geothermische Energie an die Oberfläche geholt. Der heisse Dampf wird über Dampfturbinen in Strom gewandelt und die Restwärme zu Heizzwecken verwendet.
In der Schweiz wird intensiv an einem Konzept einer Pilotanlage gearbeitet. Darin sind eine Injektions- und zwei Produktionsbohrungen in eine Tiefe von 5000 m. vorgesehen. Das Projektziel ist eine Stromproduktion von 20'000 MWh und eine Wärmeproduktion von 100'000 MWh pro Jahr. In urbanen Gebieten von mehreren Ländern werden geothermische Vorkommen zwischen 100 und 150o C zur gekoppelten Wärme- und Stromproduktion verwendet.
Ein wichtiges Kriterium für die Standortwahl der Pilotanlage ist die gesicherte Abnahme der Restwärme zu Heizzwecken, damit die Stromproduktion wirtschaftlich vertretbar ist.
Mit dieser umweltfreundlichen CO2-freien Wärmekraftkopplung, einer tageszeitlich, saisonal und vom Klima unabhängigen Energiequelle, könnte Langenthal einen Beitrag an die minimale Einwirkung auf die Umwelt leisten.
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Postulat "Integrationsbeauftragte in der Stadt Langenthal"
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14. Mai 2007
Postulat „Integrationsbeauftragte in der Stadt Langenthal“
Der Gemeinderat wird beauftragt zu prüfen, ob und in welchem Rahmen die Einsetzung einer Fachstelle für Integration in der Gemeindeverwaltung vorgenommen werden könnte.
Die Gemeindeverwaltung kennt verschiedene Fachstellen, welche im Rahmen ihres Spezialgebiets differenziert und fundiert für die Bevölkerung der Stadt und ihr Teilgebiet arbeiten. Insbesondere im Hinblick auf die Richtlinien des Gemeinderates bezüglich einer nachhaltigen Entwicklung der Stadt Langenthal leisten Fachstellen wie zum Beispiel diejenigen für Umweltschutz- und Energie oder der Schule unersetzliche Dienste innerhalb der Verwaltung.
Ziele einer Fachstelle für Integration könnten verschiedene Projekte und Ideen im Zusammenhang mit der ausländischen Wohnbevölkerung betreffen. So könnte die Stelle die Struktur der Stadt Langenthal und die Zusammenhänge unseres Zusammenlebens der ausländischen Wohnbevölkerung bekannter machen und ihnen somit den Zugang zu allen gesellschaftlichen Lebensbereichen - zu Informationen, zum Arbeitsmarkt, zu Bildungsangeboten, zu Institutionen, Vereinen, Ämtern und zu Unternehmen erleichtern. Kompetenzzentren, wie z.Bsp. das Interunido könnten (weiter-)entwickelt und gefördert werden. Eine Verständigung und Austausch zwischen den Zentren, der Fachstelle und der Bevölkerung mit schweizerischen oder ausländischen Wurzeln kann erhalten und gefördert werden, um aktuelle und bestehende Probleme hinsichtlich der Integration zu entdecken, aufzuzeigen und dagegen lösungsorientierte, präventive Gegenmassnahmen einzuleiten. Die Fachstelle Integration könnte in Langenthal somit zu einem wichtigen Bindeglied werden zwischen den verschiedenen Stellen, Ämtern und Kulturen, welche durch strategische und operative Tätigkeiten und/oder Kooperation, eine Bewältigung der schweizweiten Problematik einer angemessenen Integration vorsorglich bewältigt.
Begründung:
Die Schweiz gehört bei einer Anzahl von rund 1,5 Millionen Ausländerinnen und Ausländern
zu den Staaten Europas mit dem höchsten Ausländeranteil. Die Einwohnerstatistik der Stadt Langenthal (2006) zeigt die Anzahl der Einwohner mit 14'562 Personen und dabei einen Ausländeranteil von 19.87% (2893 Personen) auf. Hier leben Menschen aus 78 Nationen.
Zielsetzung ist dabei, neue Langenthalerinnen und Langenthaler möglichst rasch in das Gemeinschaftsleben eingliedern.
Integration betrifft uns alle. Die (multikulturelle) Vielfalt der Lebensweisen ist in unserer heutigen Gesellschaft eine Realität.
Integrationsbereiche sind insbesondere: Schule, Berufsbildung, Arbeitsmarkt, soziale-, öffentliche Sicherheit, Gesundheit, Sprache, Wohnumfeld und Quartierentwicklung, Teilnahme am gesellschaftlichen Leben, Einbürgerung, Religion und Kultur sowie die besondere Situation der anerkannten Flüchtlinge und der vorläufig Aufgenommenen usw.
Ungenügende Integration hat viele Gesichter und negative Folgen für die gesamte Gesellschaft: Überdurchschnittlicher Anteil an leistungsschwachen SchülerInnen, Jugendlichen ohne Lehrstelle, Erwerblosen und Sozialhilfeabhängigen. Sie äussert sich überdurchschnittlich oft in häuslicher Gewalt und anderen Straftaten.
Es stellt zudem die wichtigsten Informationen für die Gestaltung des Zusammenlebens der einheimischen und der ausländischen Bevölkerung dar. Und richtet sich in erster Linie an Behörden, welche mit Integrationsaufgaben betraut sind.
Die erfolgreiche Integration der Ausländerinnen und Ausländer und das erfolgreiche Zusammenleben der ansässigen, wie zugewanderten Bevölkerung ist Voraussetzung für eine erfolgreiche, nachhaltige Migrationspolitik.
Da Integration eine Querschnittsaufgabe ist, an der alle staatlichen Ebenen mitwirken, muss die Umsetzung nun mit den zuständigen Stellen geprüft werden und nach unsere Ansicht nun auch für die Stadt Langenthal.
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Postulat: "Problempflanzenarten"
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" Ausbreitung gebietsfremder Problempflanzenarten", 17. März 2008
In unserer Gegend, wie in weiten Teilen der Schweiz haben sich in Gärten und auf freien Naturflächen invasive Neophyten (gebietsfremde Pflanzen) in den letzten Jahren stark vermehrt und gelten weltweit als die zweitgrösste Gefährdung von Pflanzen- aber auch von Tierarten.
Es zeigt sich, dass Neophyten um grössere Städte sowie entlang von Flüssen und Wasserstrassen häufiger vorkommen. Gebietsfremde Pflanzen können das Ökosystem verändern und hohe Kosten für die Gesellschaft verursachen. Der Japanische Stauden-Knöterich beispielweise, der sich am Ufer von Fliessgewässern ansiedelt, gewährt nicht denselben Schutz gegen Erosion (Abtragung des Uferbereichs), wie die einheimischen Arten, die er verdrängt. Die Folgen sind eine Schwächung der Böschungen und das Auftreten schwerwiegender Erosionen.
Angesichts der beunruhigenden Zunahme von Problempflanzen sollen auch in Langenthal die zuständigen Behörden, Amtsstellen ihre Anstrengungen in der Bekämpfung verstärken. Die Ausbreitung dieser Problempflanzen soll deshalb durch konkrete Massnahmen verhindert werden.
Der Gemeinderat wird dringend eingeladen, konkrete Massnahmen zur Eindämmung von invasiven Neophyten zu prüfen. Nach allen Massnahmen muss eine regelmässige Kontrolle der Flächen gewährleistet sein. Unabhängig von der Methode muss eine Nachkontrolle und bei Bedarf eine Nachbearbeitung durchgeführt werden. Folgendes ist insbesondere zu beachten:
- Die Bekämpfung der invasiven Neophyten muss erheblich intensiviert werden.
Eine sofortige Bekämpfung von invasiven Neophyten ist in jenen Fällen vorzunehmen, in denen dies aufgrund der Einschätzung seitens der Fachleute evident und dringend ist (Gefährdung der Gesundheit, Erosionsgefahr usw.).
- Dringliche Massnahmen zum Schutz gefährdeter naturnaher Vegetationstypen (z.B. Wässermatten) und Tier- und Pflanzenarten durch invasive Neophyten.
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Votum Energiekonzept
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22. Januar 07
Ich danke dem Gemeinderat für die Beantwortung meiner Fragen. Grundsätzlich bin ich mit den Antworten zufrieden, jedoch erfüllt nicht jeder Antwort genügende Perspektiven-Eigenschaften einer Energiestadt und Energiepolitik.
Was bedeutet die Energiepolitik oder sogar Energieversorgungspolitik? Können diese Themen nur auf kantonaler und nationaler Ebene behandelt werden? Dann frage ich sofort, wie können Sie sich mit dem Label Energiestadt auszeichnen? Nur Energiepolitisch aktive Gemeinden können sich mit diesem Titel auszeichnen lassen.
Ohne eine kommunale Energieplanung um das Label Energiestadt zu erhalten wird dann sehr fraglich.
Der Kanton Bern beginnt mit der Umsetzung der Energiestrategie.
Grosse Gemeinden müssen mit Energierichtplänen die Energieversorgung und die räumliche Entwicklung aufeinander abstimmen.
Eine Energiestadt soll aufzeigen, welche städtischen Schwerpunktbildungen, welche Ziele und Massnahmen haben. Die Gemeinden können nur unter dieser Voraussetzung die Energieversorgung analysieren, Entscheidungsspielräume erkennen und Versorgungssicherheit gewährleisten, um insbesondere Abwärme und erneuerbare Energien vermehrt zu nutzen.
Tatsache ist wir schaffen nur, wenn wir direkt energiepolitisch aktiv werden. So werden die Gemeinden und Regionen wirklich nachhaltig.
Vor allem damit die klare Rahmenbedingungen für die Wirtschaft vollständig ausgeschöpft werden. Auch damit die wirtschaftlichen Vorteile von Massnahmen zur CO2 Minderung zum Tragen kommen und im Energiemodell die Massnahmen zur effizienten Elektrizitätsverwendung verstärkt werden.
Die zukünftige Rolle der Region Oberaargau sollen im politischen, wirtschaftlichen und auch gesundheitlichen Umfeld auch im Rahmen der Energiestadt verstärkt und berücksichtigt werden. Auf der Basis könnte die Stadt in der Planung des verschiedenen Projektes zum Schutz der Bevölkerung im Vordergrund vornehmen.
Ein wichtiges Element eines Aktionsplans enthält genügende Informationen.
Es wäre sinnvoll gewesen, bei dieser Lage eine Kampagne „die Umwelt und Gesundheit“, plus die Problematik des gesundheitsschädlichen Feinstaubs und Strahlungen im Aktionsziel zu fügen.
In diesem Sinne hoffe ich, dass Langenthal weiterhin Förderungsmöglichkeiten für eine Energiestadt und weiter nachhaltige Energiepolitik strebe.
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Votum Problempflanzenarten
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Dynamische Veränderungen in der Vegetation sind keine Seltenheit. Die Artenzahl in der Schweiz nimmt als Folge der steten Einwanderung fremder Arten seit der Eiszeit zu.
Durch die Erwärmung und die zunehmende Mobilität der Menschen wird sich dieser Trend noch beschleunigen.
Warum können gebietsfremde Pflanzen zum Problem werden?
- Diese exotische Arten können einheimische Vegetation verdrängen und Naturschutzgebiete und naturnahe Flächen beeinträchtigen. Sie finden sich hauptsächlich in gestörten Lebensräumen. Sie verfügen über eine hohe Regenerationsfähigkeit und sind sehr konkurrenzstark.
- Im Bereich des Naturschutzes gelten invasive Arten weltweit als die zweitgrösste Gefährdung von Pflanzen – aber auch von Tierarten. Einzig die Zerstörung der natürlichen Lebensräume stellt eine noch grössere Gefahr für die Artenvielfalt dar.
- Sie verändern die ökologische Faktoren bzw. Funktionsabläufe einheimischer Ökosysteme.
- Sie gefährden die Gesundheit des Menschen
- Sie verursachen wirtschaftliche Schäden
Aus diesen Gründen erhalten gewisse invasive gebietsfremde Pflanzenarten zunehmend mehr Aufmerksamkeit.
Vor einer Bekämpfung von Neophyten sollte unbedingt eine Schadensanalyse durchgeführt
werden, auf deren Basis zu entscheiden ist, ob die Auswirkungen eines Neophyten seine Bekämpfung wirklich rechtfertigen.
Im Umgang mit ganz bestimmten Pflanzenarten muss daher aktiv informiert und, müssen erforderliche Massnahmen ergriffen werden. So müssen beispielweise neue Kriterien und Methoden entwickelt werden. Wichtig ist hier nicht nur auf kommunaler Ebene, sondern muss auch auf regionaler Ebene zusammengearbeitet werden. Bei der Auswahl der Methode müssen Kriterien wie die Effizienz auf kurze und lange Zeit hinaus berücksichtigt werden.
Der Vorstoss wurde ohne Opposition einstimmig überwiesen.
Herzliche Grüsse
Aysel Güler
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